Bodensee-Oberschwaben

Energieagentur Ravensburg überreicht Wärme- und Solarpotenzialkarten an fünf Kommunen

Ravensburg, 27.09.2019 - Im Rahmen einer überregionalen Klimaschutz-veranstaltung nahmen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden des Gemeindeverbands Mittleres Schussental die von der Kreissparkasse Ravensburg geförderten Karten entgegen.

Gemeinsam dem Klimawandel in der Region entgegenzuwirken und konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Umsetzung der Klimawende vor Ort zu entwickeln, sind die wichtigsten Ziele der am European Energy Award beteiligten Kommunen der Region Bodensee-Oberschwaben. „Die Energiewende beginnt nur, wenn man sie begreiflich macht“, sagte Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg. Eine entsprechende Plattform zum Erfahrungsaustausch bot die Energieagentur Ravensburg am vergangenen Montag, den 23. September 2019, in der Kreissparkasse Ravensburg. Zahlreiche kommunale Vertreterinnen und Vertreter waren der Einladung gefolgt und beschäftigten sich insbesondere mit Aspekten nachhaltigen Bauens.

Höhepunkt des Blicks auf das Handlungspotenzial in der Region stellte die Übergabe von Wärmebedarfs- und Solarpotenzialkarten an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte und Gemeinden Ravensburg, Weingarten, Baienfurt, Baindt und Berg dar. Gemeinsam mit Heinz Pumpmeier, dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Ravensburg, überreichte Walter Göppel die Potenzialkarten und betonte die zwei daraus ersichtlichen, wesentlichen Komponenten der Klimawende vor Ort: Auf der einen Seite den Wärmeverbrauch und dabei die Wärmedämmung an Gebäuden als größte Herausforderung. Die unterschiedlichen Wärmeverbrauchsareale in Gemeinden sollen den Gemeinden die Planung von Sanierungsgebieten unter energetischen Aspekten erleichtern. Gleichzeitig dient der bewusst gewordene Wärmebedarf im Idealfall als Motivation für Hauseigentümer, Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.

Die zweite Komponente stellt das große vorhandene Solarpotenzial dar. So liegt zum Beispiel aktuell der Anteil der regenerativen Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden in Ravensburg, Weingarten, Baienfurt, Baindt und Berg bei jährlich über 25 Millionen Kilowattstunden (kWh). Das sind 5,2 Prozent des Gesamtstromverbrauchs. Durch einen Ausbau dieser Anlagen könnte man den Anteil auf über 50 Prozent erhöhen und somit den Anteil Erneuerbarer Energien im Mittleren Schussental mit Hilfe einer vergleichsweise einfach zu erschließenden Technologie steigern. Die Potenzialkarten zeigen, dass Ravensburg ein technisch erschließbares Dächer-Potenzial von 37 Prozent hat, Baindt 49 Prozent, Berg 42 Prozent, Weingarten 46 Prozent und Baienfurt 100 Prozent aufweisen.

Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Ravensburg, rät das Potenzial zu nutzen. Denn Eigenstrom ist lohnenswert! Nähere Informationen erteilt die unabhängige Energieagentur Ravensburg unter der Telefonnummer 0751 - 764 70 70 oder www.energieagentur-ravensburg.de.

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