Südlicher-Oberrhein

Warum es auf der Rappenecker Hütte keinen Espresso gibt – Eine Mountainbiketour zu Europas erster solarbetriebener Gaststätte

Im Rahmen der Energiewendetage Baden-Württemberg veranstalteten wir am Sonntag den 22.09.2019 eine Mountainbiketour zur Rappenecker Hütte. Der lange Anstieg lohnt sich nicht nur für die regionalen Speisen und den phantastischen Ausblick, sondern auch für einen Blick auf das Energiekonzept, das einst eine absolute Innovation darstellte und heute viel Potential für neue alternative Konzepte bietet. 


Die Berghütte ist nicht an das Stromnetz angeschlossen, sondern funktioniert im Inselbetrieb und wird vornehmlich über eine Photovoltaikanlage mit Speicher versorgt. 
Diese Besonderheit finden die Pächter enorm spannend, aber sie bringt auch Herausforderungen mit sich: Die ältere der beiden Photovoltaikanlagen ist nach über 30 Jahren genau wie der Speicher in die Jahre gekommen und man überlegt, die Module gegen neuere und effiziente Produkte einzutauschen, damit der ungeliebte Dieselgenerator nur noch im absoluten Notfall einspringen muss. Gemeinsam mit den Besitzern der Hütte und dem Fraunhofer ISE wird derzeit über Lösungen nachgedacht, die Hütte effizienter mit erneuerbaren Energien zu versorgen.

 
Auf dem Rappeneck, so erklären uns die Pächter, muss man aber in jedem Fall mit wenig Strom auskommen. Eine Espressomaschine beispielsweise, würde zu viel Energie verschlingen. Leider gibt es immer wieder Gäste, die dafür, aller Klimaschutzdebatten zum Trotz, kein Verständnis aufbringen. Auf das neue Energiekonzept der Hütte sind wie gespannt… vielleicht gibt es ja wieder wegweisende Innovationen.
 

Autorin: Dr. Anne Hillenbach, Energieagentur Regio Freiburg GmbH

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