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Freiflächen-PV-Anlagen tragen viel zur Stromerzeugung bei

Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis und das PV-Netzwerk informierten unter dem Motto „Photovoltaik lohnt sich“ zur Freiflächen-Photovoltaik.

Gut besuchte Informationsveranstaltung in Weikersheim

Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH informierte gemeinsam mit dem Photovoltaik- Netzwerk Heilbronn-Franken, dem Solar Cluster Baden-Württemberg sowie dem Klimastammtisch Weikersheim Bürgerinnen und Bürger des Main-Tauber-Kreises über das Themenfeld der Freiflächen-Photovoltaik. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Photovoltaik lohnt sich“ nahmen rund 55 interessierte Bürgerinnen und Bürger teil. Gemeinsam wurde im Anschluss an die Vorträge eine ausgewählte Freiflächen-Photovoltaik-Anlage in Weikersheim-Laudenbach besucht.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Nadine Hofmann vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis stellte Osmund Schneider den Klimastammtisch Weikersheim mit seinen Aktivitäten vor und verwies auf den nächsten Markt der Regionalität und Nachhaltigkeit im September. Erneuer- bare Energien leisten einen großen Beitrag an der bundesweiten Nettostromerzeugung. Jürgen Scheurer, PV-Projektleiter für die Region Heilbronn-Franken und Vertreter des Solarcluster Baden-Württemberg, referierte über die aktuellen Rahmenbedingungen. Neben der aktuell geltenden PV-Pflicht für Wohngebäude und Nichtwohngebäude ließ er die Zuhörenden wissen, dass Photovoltaik-Anlagen zur günstigen Stromproduktion beitragen.

„In der aktuellen Zeit stehen wir vor zwei Herausforderungen: zum einen muss der Energieverbrauch gesenkt und der CO2-Ausstoß gebremst werden, zum anderen gilt es, den Auf- und Ausbau von Photovoltaik zu erweitern“, erklärte er den Teilnehmenden. Deshalb liege mitunter der aktuelle Schwerpunkt des PV-Ausbaus auf großen Dachflächen sowie Solarparks. Gemeinsam mit den Netzwerkpartnern der Region Heilbronn-Franken wird der Informationsbedarf an die Bürgerinnen und Bürger vermittelt. 

Joachim Ettwein von der Klärle - Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt mbH präsentierte die Planungs- und Genehmigungsschritte von Freiflächen-Anlagen. „Es gilt, die Gemeinde und die Bevölkerung frühzeitig mitzunehmen und zu informieren – so schafft man die Akzeptanz vor Ort“, erläuterte Joachim Ettwein. Wenn die Überlegung besteht, eine Freiflächen-Anlage realisieren zu wollen, ist in der Regel der erste Schritt, bei der Gemeinde anzufragen - denn diese Anfrage ermögliche ein erstes Meinungsbild. Klima- und Naturschutz kann im Rahmen der Solarenergie gemeinsam gedacht werden. „Es können Kompromisslösungen geschaffen werden, wenn man rechtzeitig in den Dialog einsteigt und sowohl den Naturschutz als auch alle weiteren Interessensgruppen mit einbezieht“, erklärte Yassin Cherid vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz. Eine Umsetzung könne beispielsweise durch kreative Gestaltungsräume genutzt werden.

Der Informationsnachmittag endete an der Freiflächen-PV-Anlage der KS Solar. Dort erhielten die Zuhörenden eine Führung an der Anlage durch den Geschäftsführer Alexander Schumann. Er informierte beispielsweise über die Größe der Anlage, den Bauzeitraum und gab den Hinweis, auf jeden Fall einen Betrag für die Wartung der Anlage beziehungsweise der Pflege zwischen den Modulreihen einzuplanen. Die Biodiversität ist auf dem Areal ebenfalls gegeben. Es wachsen Blumen, Kräuter sowie Gräser – auch zwischen den Modulen hindurch. Sodass Wildtiere kreuzen können, besteht auch bei der Anlage von Alexander Schumann der Zaunabstand von 25 Zentimetern vom Boden. Sowohl im Anschluss an die Vortragenden als auch während der Ausführungen und Erläuterungen zur Anlage konnten die Anwesenden Fragen stellen, das Interesse war groß. 

Download der Vorträge 

Videobeitrag "Mega-Trend Photovoltaik auch im Main-Tauber-Kreis" - by Fränkische Nachrichten (fnlive)