Südlicher-Oberrhein

Presseinfo: Sonnenenergie vom eigenen Dach im Quartier „Albgrün“

Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern sind derzeit noch eine Seltenheit. Dies liegt keineswegs an ungeeigneten Dachflächen oder unzureichender Wirtschaftlichkeit, sondern viel mehr an der komplizierten rechtlichen Lage. In einem Mehrgenerationenprojekt in Karlsruhe haben es engagierte Genossenschaftsmitglieder, Eigentümerinnen und Eigentümer erfolgreich geschafft, eine Sonnenstromanlage auf die Dächer ihrer Häuser zu bringen. Sie könnten damit Vorbild für viele weitere Häuser werden.

 

Wer Eigentümer eines Mehrfamilienhauses ist, oder eine Wohnung in einer Wohnungseigentümergemeinschaft besitzt, hat es nicht leicht, auf dem Dach eine Photovoltaikanlage zu errichten. Weil der Betreiber der Anlage (z.B. die Hausbesitzerin) und der Stromverbraucher (z.B. der Mieter) nicht identisch sind, greifen besondere Regeln, die viele engagierte Eigentümerinnen und Eigentümer abschrecken.


Davon unbeeindruckt zeigen sich Horst Babenhauserheide mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern von der GeniAL eG, einer Wohnbaugenossenschaft in Karlsruhe. „Am Anfang unseres Engagements stand der Klimaschutzgedanke“, sagt Herr Babenhauserheide. „Wir wollten unbedingt unseren ökologischen Fußabdruck verbessern und dachten uns: wie geht das leichter, als mit einer PV-Anlage auf unserem eigenen Dach?“ Doch die offenen Fragen erschienen groß. Im Rahmen eines Projektes der Energieagentur Regio Freiburg konnten zunächst einmal verschiedene mögliche Betriebsmodelle durchgegangen werden. Sollten die Häuser nur ihren Allgemeinstrom über die PV-Anlage laufen lassen und den Rest einspeisen? Wie sollten auch die Mieterinnen und Mieter von der Anlage profitieren? Im Entscheidungsprozess kristallisierte sich dann eine ganz einfache Lösung heraus, die Mut macht: Die Dächer wurden an die Heidelberger Energiegenossenschaft verpachtet, die den Mietern günstigen Strom zur Verfügung stellt und die Abrechnungsmodalitäten übernimmt. Mit dem erfahrenen Partner konnte das Klimaschutzprojekt mit wenig Aufwand umgesetzt werden. „Wir freuen uns sehr, dass die GeniAL AG es geschafft hat, Photovoltaik auf ihre Dächer zu bringen“, sagt Nico Storz von der Energieagentur. „Genauso freut uns, dass im Quartier so ein positives Signal gesetzt wurde, das auch andere ermutigt hat, eine eigene Anlage umzusetzen. Trotzdem sollte politisch dringend nachgebessert werden, um das enorme Photovoltaik-Potential auf Mehrfamilienhäusern besser zu erschließen.“


Neben den zwei Genossenschaftsgebäuden werden auch zwei umliegende Wohnungseigentümergemeinschaften eine Anlage von der Heidelberger Energiegenossenschaft erhalten. Der anfängliche Aufwand hat sich für alle gelohnt: die Bewohnerinnen und Bewohner beziehen günstigeren Strom, die regionale Energiegenossenschaft kann eine weitere Anlage betreiben und die Region so unabhängiger von Stromimporten machen. Die erste Photovoltaikanlage mit ca. 30 kWp Leistung trägt zu einer CO2-Reduktion von etwa 12T/Jahr bei. Drei weitere Anlagen dieser Größe sollen im Quartier folgen. „Wir mussten viel Pionierarbeit leisten und viele Entscheidungen diskutieren“, resümiert Horst Babenhauserheide, aber letztendlich hat es sich gelohnt. Wir sind sehr glücklich, einen Beitrag zu einem zukunftsfähigen Quartier geleistet zu haben.“


Eine kostenfreie Entscheidungshilfe für Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern ist hier abrufbar.

Pressekontakt:
Anne Hillenbach
Energieagentur Regio Freiburg GmbH
Klimaschutz und Öffentlichkeit
Tel: 0761 / 79177-22
Mail: anne.hillenbach@earf.de

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