Schwarzwald-Baar-Heuberg

Naturschutz im Solarpark

Bodensee-Stiftung stellt Maßnahmenposter für Solarparks vor

Freiland-Solaranlagen sind in Baden-Württemberg eine wichtige Säule der Energiewende. Die Kraftwerke produzieren erneuerbaren Strom und für Energiegenossenschaften und Energieversorgungsunternehmen eine attraktive Investition. Kommunen werden immer häufiger angefragt Standorte zu benennen und sollen Installationen möglich machen. Auch für landwirtschaftliche Betriebe können die Solaranlagen und Solarparks eine interessante Option sein. Der Bau der Freiland-Solaranlagen funktioniert immer dann, wenn die Akzeptanz und die Einbindung der Bürger*innen von Beginn an berücksichtigt wird. Auch für den Artenschutz können die stillgelegten Flächen zu echten Biodiversitätshotspots entwickelt werden. Einerseits müssen die Maßnahme zwingend ausgeglichen und kompensiert werden, andererseits bietet sich da für die Betreiberinnen eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit über das Generieren von Ökopunkten.

Im Rahmen der Veranstaltung am 17.10.2019 des PV-Netzwerks Schwarzwald-Baar-Heuberg haben Expert*Innen des Regierungspräsidiums Freiburg, der Flächenagentur Baden-Württemberg und der Bodensee-Stiftung über das Vorgehen und Maßnahmen berichtet, wie auf bestehenden und/oder bei der Neuanlage von PV-Freiflächen Ökopunkte generiert werden. Besonders für die kommunale Entwicklung sind die (geldwerten) Ökopunkte wichtig. Zudem haben Maßnahmen, die für das Ökokonto geltend gemacht werden, ein hohes Potential Bürger*Innen bei der Entwicklung und Pflege mit einzubinden. Das steigert die Akzeptanz und das Verständnis für die Notwendigkeit der solaren Stromgewinnung. Im Rahmen der Veranstaltung fand ein Stehtisch-Coaching statt, bei dem die Teilnehmenden direkt die Möglichkeit hatten sich zu den verschiedenen Themen rund um Ökopunkte und Ökokonto bei den Referent*innen zu informieren.

Die einleitenden Präsentationen zu den Themen finden Sie hier

  1. Akzeptanz und Beteiligung: Cornelia Mengus, Annika Maier (Kompetenzzentrums Energie, Regierungspräsidium Freiburg)
  2. Ökopunkte Tobias Leitzbach (Flächenagentur BW)
  3. Maßnahmen: Annika Woltjen (Bodensee-Stiftung)

Umfassend beschreibt der neue „Handlungsleitfaden für Freiflächensolaranlagen“ des Umweltministeriums Baden-Württemberg was bei der Planung, Bürgerbeteiligung und Konfliktbearbeitung sowie Ökologie bei Solarparks berücksichtigt werden sollte und welches Potential sie für Biodiversität und die Energiewende entfalten können.

Auf einem Plakat hat die Bodensee-Stiftung diesen Handlungsleitfaden in Kooperation mit Expert*innen aus dem Arten- und Naturschutz zusammengefasst. Das Plakat stellt kurz und übersichtlich Maßnahmen vor, die bei der Planung von neuen und Bestandsanlagen beachtet werden können und einen echten ökologischen Mehrwert bedeuten können.

Das Pdf-Plakat zum Download finden Sie hier. Eine gedruckte Version in A2 wird gegen eine Spende (Richtgröße 10 €) gerne zugesandt. Bei Interesse oder inhaltliche Rückfragen wenden Sie sich bitte an Annika Woltjen, die Autorin des Plakates, per E-Mail: annika.woltjen(at)bodensee-stiftung.org

Bitte Anschrift und Anzahl der Plakate mit angeben.