Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg wirbt seit drei Jahren erfolgreich für den Solarstromausbau

Regionen Donau-Iller, Bodensee-Oberschwaben und Heilbronn-Franken lagen 2020 beim Bau von Photovoltaikanlagen an der Spitze. Im Land gibt es noch viel zu tun.

In Baden-Württemberg werden immer mehr Photovoltaikanlagen errichtet. Hauseigentümer, Unternehmen und Kommunen setzen wieder verstärkt auf die klimafreundliche und lukrative Stromerzeugung. Dazu beigetragen hat das vom Landesumweltministerium initiierte Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg, das im Juli 2021 drei Jahre alt wird. Mit über 7.000 Beratungen, knapp 600 Veranstaltungen und mehr als 400 Partnern hat das Netzwerk die Vorteile von Solarstromanlagen einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Am Ziel sind die Expertinnen und Experten jedoch noch nicht. Landesweit koordiniert wird das Netzwerk vom Solar Cluster Baden-Württemberg und der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Bereits das vierte Jahr in Folge freut man sich im Südwesten über einen Anstieg des Photovoltaikzubaus. Allein im Jahr 2020 sind Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt rund 600 Megawatt auf Dächern und Freiflächen errichtet worden – im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von rund 35 Prozent. Der Photovoltaik-Zubau im Ländle lag damit über der bundesweiten Steigerungsrate.

Besonders aktiv waren im vergangenen Jahr die Regionen Donau-Iller, Bodensee-Oberschwaben und Heilbronn-Franken. Dort wurden die meisten Photovoltaikdachanlagen im Land errichtet – bezogen auf den Zubau pro Einwohner. Damit stehen sie auf den ersten Plätzen der Photovoltaik-Liga Baden-Württemberg: Auf Platz eins liegt Donau-Iller mit einer neu installierten Leistung von 101 Watt pro Einwohner (insgesamt 53 Megawatt neu installierte Leistung). Danach folgt Bodensee-Oberschwaben mit 82 Watt pro Einwohner (52 Megawatt). Auf Rang drei kommt Heilbronn-Franken mit 65 Watt pro Einwohner (59 Megawatt).

Trotz aller Erfolge: Es reicht noch nicht

Auf den Lorbeeren ausruhen darf sich der Südwesten jedoch nicht: Um Klimaschutzziele auch nur annähernd zu erreichen, ist ein jährlicher Ausbau der Photovoltaik von mindestens 1.000 Megawatt installierte Leistung nötig. Aufklärung, Beratung und Motivation von Fachleuten vor Ort sind weiter nötig. „Die Photovoltaik-Netzwerke bleiben daher wichtige Ansprechpartner für eine unabhängige Information und Beratung von Privatpersonen, Kommunen, Firmen und anderen Institutionen“, sagt Martina Riel vom Photovoltaik-Netzwerk. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert das Photovoltaik-Netzwerk im Rahmen der Solaroffensive.

Photovoltaikanlagen lohnen sich für das Klima und den Geldbeutel: Eine Anlage mit einer installierten Leistung von 16 Kilowatt vermeidet rund zehn Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid pro Jahr. Das ist so viel, wie ein Mensch in Deutschland im Schnitt jährlich an Treibhausgas-Emissionen verursacht. Die Technologie ist auch der einzige Bestandteil des Hauses, der mehr einbringt, als er kostet. Rund fünf Prozent Rendite pro Jahr sind beispielsweise für mittlere Hausdachanlagen drin. Der Strom wird entweder lukrativ selbst verbraucht oder gegen eine Vergütung in das Netz eingespeist. Auch die Ökobilanz der Solarstromanlagen ist positiv; sie erzeugen weitaus mehr Energie, als zu ihrer Herstellung nötig ist.

Aktuelle Zahlen zur PV-Liga: hier

 

 

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